Weniger staatliche Förderung für Photovoltaik
Wer immer es einrichten konnte, hat sich in den letzten Jahren für eine Photovoltaik Anlage auf dem eigenen Dach entschieden. Damit nahm man staatliche Förderung in Anspruch und bekam sogar noch günstige Konditionen für einen Kredit, falls man einen aufnehmen musste, um die Finanzierung der Energiequelle auf dem eigenen Dach zu ermöglichen. Mit den Solarzellen auf dem Dach wurde man von den sehr teuren Stromanbietern unabhängig und tat somit zugleich etwas für den eigenen Geldbeutel und die Natur.
Die Höhe der staatlichen Förderung, die man hier einsacken konnte, hat sich durch einen Beschluss von Bundestag und Bundesrat sehr drastisch reduziert. Um immerhin 13 Prozent wurden die Fördermittel gestrichen und zwar zum 1.7.2010. Nochmals um drei Prozent sinken die Beigaben vom Staat ab Oktober diesen Jahres. Da die Streichungen schon erwartet wurden, konnten sich die Anbieter kaum vor Aufträgen retten; beinahe rund um die Uhr wurden die Anlagen installiert. Für die, die es nicht mehr geschafft haben, vor der Kürzung aktiv zu werden, bleibt aber ein Trost.
Es bleibt auch nach Oktober eine staatliche Förderung, die immerhin noch 84 Prozent der einstigen Höhe beträgt. Zudem fallen die Preise für die Anschaffung der Solarzellen, was eventuell bald ausreichen dürfte, um die wegfallenden Fördermittel auszugleichen. Etwas Geduld muss man bis dahin natürlich noch haben, aber auch dann bleiben die Photovoltaik Anlagen eine lohnende Investition in die eigene Zukunft. Mit selbst produziertem Strom ist man keiner Preiserhöhung mehr unterlegen, muss sich also nicht auf stets steigende Ausgaben gefasst machen. Auch angesichts weniger Förderung vom Staat bleiben die Solarzellen also interessant, wenn auch nicht mehr in dem Maße, wie bisher. Der Run auf die Module wird aber bis Oktober definitiv anhalten.